Einige Tipps für Ihre Bewerbung
Eine Bewerbung als VHS-Kursleiter/in sollte in der Regel aus zwei Bestandteilen bestehen:
• dem Angebot mit Kurskonzept und
• dem Qualifikationsnachweis.
Was oft als "Kurztext" oder "Ausschreibungstext" dargeboten wird (manchmal fälschlich auch als "Konzept" bezeichnet), ist die Werbung, die auf das interessierte Publikum abzielt.
Wenn Sie Ihr Angebot einer Weiterbildungseinrichtung vorstellen möchten, geht es darum, es in einem Konzept vollständig und transparent darzustellen.
Das Kurskonzept dient
a) der eigenen Vorbereitung und
b) der Information der VHS-Leitung.
Es ist eine detaillierte Beschreibung, die auf die Fragen Antwort gibt:
• Was haben Sie vor?
• Wie wollen Sie vorgehen?
Im Gegensatz zu dem für die Öffentlichkeit bestimmten Ausschreibungstext mit seinen allgemein gehaltenen, knappen Formulierungen geht das Konzept weit in die Einzelheiten und enthält folgende Themen:
1. theoretischer Ansatz (evtl. "Schulen", Autoren usw.) (Was steht dahinter?)
2. Inhalte, Themen, Ziele, Zielgruppe (Was? Wozu? Für wen?)
3. Lehr- und Arbeitsmethoden (Wie?)
4. geplanter Ablauf (Phasen) der einzelnen Kursstunden (Was kommt wann?)
5. Anforderungen an den Unterrichtsraum und Geräte. (Wo und womit?)
Selbstverständlich haben diese vier Punkte je nach Fachbereich ein unterschiedliches Gewicht; bei rein handwerklichen Kursen entfällt z.B. der theoretische Ansatz, der jedoch bei Kursen der Gesundheitsbildung von entscheidender Bedeutung ist.
Zu einer Bewerbung als Kursleiter/in gehört außerdem der Qualifikationsnachweis, aus dem zu entnehmen ist, in welchem Umfang Sie für die angestrebte Lehrtätigkeit qualifiziert sind. Hiermit sind vor allem Zeugnisse über (Berufs-)Ausbildungen, Teinahmebescheingungen und Tätigkeitsnachweise gemeint. In der Regel genügen die Bescheinigungen der höchsten Ausbildungsstufe, ein Schulzeugnis ist meist entbehrlich. Daß es für manche Lehrtätigkeiten keine Ausbildungen gibt, z.B. bei autodidaktisch erworbenen praktischen Fertigkeiten, ist auch der VHS-Leitung klar. In jedem Fall ist es für den verantwortlich Planenden interessant zu sehen, was Sie können. Zeigen Sie es, weisen Sie es nach!
Ein tabellarischer Lebenslauf ergänzt diese Unterlagen meist auf vorteilhafte Weise.
Noch ein Tipp:
Legen Sie diese Unterlagen - das Konzept und die Qualifikation - am Besten schriftlich vor. Die VHS-Leitung möchte sich vor einem Vorstellungsgespräch kundig machen, um was und um wen es geht. Dann kann auch das Gespräch zielgerichtet geführt werden. Im Übrigen handelt es sich ja nicht um die Bewerbung auf eine Vollzeitstelle. Eine aufwendig gestaltete Bewerbungsmappe muß nicht sein.

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